Artech-Verfahren

Resonanzanregung

Beim Artech-Verfahren handelt es sich um eine Weiterentwicklung des konventionellen Ultraschallverfahrens, welches auf der Resonanzanregung eines schwingfähigen, mechanischen Systems beruht. Im Rahmen des konventionellen Ultraschallverfahrens, folgt der Generator durch einen Regelmechanismus (Phasenregelung) der Resonanzfrequenz, die sich durch Temperatureinflüsse oder sich ändernde Koppelbedingungen verschieben kann. Solche Regelsysteme haben den Nachteil, dass der Regelmechanismus nur bei ausgeprägten Resonanzen mit hoher Güte also geringer Bandbreite zuverlässig funktioniert. Das bedeutet aber, dass eine aufwendige Bearbeitung (Tunen) des anzuregenden Objektes erforderlich ist.

Das Artech-Verfahren erfordert diesen enormen Aufwand nicht, da durch die Frequenzvariation ohne Phasenregelung eine Anregung des Objektes erzwungen wird, unabhängig von der Schärfe, Anzahl oder Lage der Resonanzen. Die Mechanik wird sogar angeregt, wenn keine Resonanzen vorhanden sind. Ein weiterer Vorteil der Frequenzvariation liegt in der permanenten Verschiebung der Knotenpunkte. Dadurch verteilt sich der dynamische Stress auf eine größere Fläche, wodurch sich die Lebensdauer erhöht. Auch die Wärme erzeugenden hohen Resonanzamplituden werden nicht, wie beim Resonanzverfahren, permanent angeregt sondern nur kurzzeitig, wenn die Resonanzfrequenz bei der Variation der Frequenz überstrichen wird.

 

Die Vorteile beim Ultraschall-Sieben:
  • kein oder reduziertes Anbacken am Siebgewebe und Schallleitern.
  • längere Phasen zwischen Reinigungszyklen der Siebe.
  • längere Standzeiten des Siebgewebes und der Siebmechanik.
  • Konverter befindet sich außerhalb des Pulverflusses.
  • sehr robustes Schwingverhalten, da keine durch Regelprobleme erzeugte Überlastfehler auftreten können.
  • keine Abstimmung der Mechanik erforderlich.
  • vereinfachte Herstellung der Ultraschallsiebe.
  • Positionierung des Konverters außerhalb der Siebmaschine.
  • Siebmechanik kann bei Rissen problemlos nachgeschweiβt werden.
  • Mehrere Siebdecks können mit einem Generator angeregt werden.
  • Absiebung auch ohne mechanische Vibration durch Schrägstellen des Siebrahmens (schiefe Ebene) möglich

 

Die Vorteile beim Ultraschall-Fördern und der Ultraschall-Trockenreinigung
  • Bessere Vereinzelung des zu fördernden Materials in Kombination mit einer konventionellen Förderstrecke.
  • Geringere Gewichtsschwankungen im Massenstrom.
  • Förderung auch ohne mechanischen Förderer nur durch Ultraschalleinwirkung auf schiefer Ebene möglich.
  • Leichtes Reinigen von Behälterwänden mit anhaftendem Trockenpulver durch Ultraschallanregung.
  • Keine Kompaktierung des Pulvers, da der Ultraschall nur an der Grenzfläche wirkt.